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Berlin

Freie Universität Berlin

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FREIE UNIVERSITÄT BERLIN
2005-02-05 Freie Universität Berlin - Siegel - bearbeitet - Version 2ohne Thumbnailrahmen
Daten
Motto Veritas - Iustitia - Libertas.
(Wahrheit - Gerechtigkeit - Freiheit)
Gründungsjahr 1948
Ort Berlin
Studenten 39.200 *
- davon: Frauen: 59% / Männer: 41%
- Ausländeranteil: 14%
Studiengänge 148
Fachbereiche 12 (inkl. Medizinischer Fakultät Charité)
Institute 74 *
Mitarbeiter 4.871 *
- Professoren 415
- Wissenschaftliche Mitarbeiter: 1220
Promotionen 811 (2003)
Habilitationen ...
Haushalt 345,3 Mio Euro * (2003)
- Staatszuschuss 289,9 Mio. Euro*
- Drittmittel: 55,4 Mio. Euro*
Hochschultyp staatlich
Präsident Prof. Dr. Peter-Andre Alt
Postadresse Freie Universität Berlin
Kaiserswerther Straße 16-18
14195 Berlin
Homepage http://www.fu-berlin.de
* (Angaben ohne Medizinische Fakultät Charité)

Die Freie Universität Berlin (kurz: FU Berlin) ist die größte der vier Universitäten Berlins und eine der größten in Deutschland. Sie wurde 1948 gegründet und hat ihren Sitz in Berlin-Dahlem.


Geschichte Bearbeiten

Ausgangslage und GründungBearbeiten

Die Gründung der Freien Universität Berlin erfolgte am 4. Dezember 1948 und fällt damit in die Zeitperiode nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, in das sog. Nachkriegsdeutschland. Sie steht in engem Zusammenhang mit dem beginnenden Ost-West-Konflikt, der durch die verschiedenen politischen Ideologien der Alliierten entstand und eine gemeinsame Nachkriegsbehandlung Deutschlands scheitern ließ.

Die Berliner Universität (ab 1949 unter dem Namen ’’Humboldt-Universität zu Berlin’’) lag im sowjetischen Teil der in vier Sektoren geteilten Stadt und erhielt von der SMAD die Erlaubnis, ihren Lehrbetrieb ab 1946 wieder aufnehmen zu können. Allerdings wurden die politischen Auseinandersetzungen der Nachkriegszeit auch in die Hochschule hineingetragen und führten zu einer immer stärker werdenden kommunistischen Einflussnahme auf die Universität. Dies blieb nicht unumstritten und hatte starke Proteste innerhalb der Studentenschaft und von Teilen des Lehrkörpers zur Folge. Eine Antwort darauf war unter anderem die Verhaftung mehrerer Studenten durch die sowjetische Geheimpolizei NKWD im März 1947. Die Urteile des sowjetischen Militärtribunals in Lichtenberg lauteten jeweils fünfundzwanzig Jahre Zwangsarbeit und wurden mit angeblicher Bildung einer „Untergrundbewegung an der Universität Berlin“, sowie angeblicher Spionage begründet.

So gab es bereits Ende 1947 die Forderung zur Neugründung einer freien Universität. Der Magistrat, in dem nichtkommunistische Kräfte dominierten, reagierte am 15. Januar 1948 auf die Situation an der alten Universität mit einem Beschluss und ordnete als Gegenmaßnahme die Wiedererrichtung der Deutschen Hochschule für Politik außerhalb der Berliner Universität an. Die Proteste gegen die politische Einflussnahme auf die Berliner Universität hielten an und erreichten am 23. April 1948 ihren Höhepunkt in einer Studentendemonstration, nachdem eine Woche zuvor drei Studenten ohne ordentliches Rechtsverfahren die Zulassung zum Studium entzogen wurde. Endlich ließ auch der amerikanische Militärgouverneur Lucius D. Clay Ende April die Errichtung einer neuen Universität im Westteil Berlins prüfen.

Anfang Juni 1948 wurde ein studentischer Vorbereitungsausschuss für die Gründung einer freien Universität ins Leben gerufen, am 19. Juni konstituierte sich der "Vorbereitende Ausschuss zur Gründung einer freien Universität", an dem Politiker, Professoren, Dozenten, Verwaltungsmitarbeiter und Studenten gleichermaßen beteiligt waren. In einem Manifest mit dem Titel: „Aufruf zur Gründung einer freien Universität Berlin“, wendet sich der Ausschuss am 23. Juni an die Öffentlichkeit mit Bitte um Unterstützung.

Vor dem Hintergrund der Berliner Blockade stimmte der Magistrat von Groß-Berlin der Errichtung einer freien Universität zu und wünschte die Aufnahme des Lehrbetriebs zum Wintersemester 1948/1949, die Stadtverordnetenversammlung genehmigte die Satzung der neuen Universität am 4. November 1948. Gegen die Errichtung der Freien Universität protestierten die Studentenräte in der sowjetischen Besatzungszone, die DDR nannte sie in offiziellen Dokumenten bis zum Fall der Berliner Mauer 1989 stets eine "so genannte Freie Universität".

Unter dem Begriff " Berliner Modell " erlangte die Satzung Bekanntheitsgrad: Zum einen wurde die Freie Universität als Körperschaft des öffentlichen Rechts errichtet und mit einer starken Selbstverwaltung nicht direkt dem Staat, sondern einem Kuratorium unterstellt. Sechs Vertreter des Landes Berlin, sowie drei Vertreter der Universität gehörten dem Aufsichtsorgan damals an. Außerdem hatten auch die Studenten einen Sitz im Kuratorium, sowie in allen anderen Gremien der akademischen Selbstverwaltung. In der Satzung spiegelten sich die Erfahrungen der staatlichen Einflußnahme auf die alte Berliner Universität nieder: Staatsferne und Unabhängigkeit von akademischer Lehre und Forschung sollten so gesichert werden. Mit den für die damalige Zeit außergwöhnlich starken Einflussmöglichkeiten der Studenten in den Entscheidungsgremien trug man ihrem maßgeblichen Engagement bei der Gründung einer freien Universität Rechnung. – Diese Neuerungen waren bis dahin einzigartig und wurden an keiner anderen Universität praktiziert. Erst später, vor allem in den 1970er Jahren, wurde das Berliner Modell andernorts übernommen.

Freie Universität Berlin - Matrikelbuch - erste Seite.jpg

Erste Seite des Matrikelbuchs von 1948

Der Lehrbetrieb wurde am 15. November 1948 in Gebäuden der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft in Dahlem aufgenommen, zusätzlich war die Anmietung von Villen in der unmittelbarern Umgebung notwendig, um den Raumbedarf für die neuen Institute zu decken. Erst am 4. Dezember 1948 fand die eigentliche Gründungsveranstaltung im Titania-Palast statt, einem Filmtheater, das im schwer zerstörten Nachkriegs-Berlin den größten verfügbaren Saal im amerikanischen Sektor bot. Gründungsrektor wurde der Historiker Friedrich Meinecke, der schon am 10. November von der alten Berliner Universität zur FU gewechselt hatte. Neben Wissenschaftlern, Studenten und Politikern, wie dem gewählten Oberbürgermeister von Berlin und Vorsitzenden des Gründungsausschusses Ernst Reuter, der amtierenden Oberbürgermeisterin Louise Schroeder und dem Kommandant des amerikanischen Sektors Frank L. Howley, waren auch Vertreter amerikanischer Universitäten anwesend, so etwa die Repräsentanten der Princeton University und der Yale University, hier unter anderem der Schriftsteller Thornton Wilder.

Ihre Gründungsziele hat die Freie Universität Berlin auch in ihrem lateinischen Wahlspruch ausgedrückt: "Veritas - Justitia - Libertas", also die Werte der Wahrheit, der Gerechtigkeit und der Freiheit.

Aufbau der UniversitätBearbeiten

Bereits im ersten Semester nach der Gründung gab es 2.140 Studenten; 1949 hatte sich diese Zahl bereits auf 4.946 erhöht.

1956 führte die FU Berlin als erste deutsche Universität eine Magisterprüfungsordnung ein.

In den späten 1960er Jahren war sie eines der Zentren der so genannten 68er-Bewegung in Deutschland, zu der beispielsweise Rudi Dutschke und Benno Ohnesorg gehörten; in dieser Zeit wurde auch die Außerparlamentarische Opposition (APO) gegründet. Für die Universitäten ergaben die Proteste 1969 beispielsweise die Abschaffung des Ordinariensystems; seitdem gilt in allen Gremien die Viertelparität (ein Professor, ein wissenschaftlicher Mitarbeiter, ein Student und ein sonstiger Mitarbeiter).

1973 wurde die seit 1967 gebaute Rostlaube als Institutsgebäude für einen Großteil der Geistes- und Sozialwissenschaften eröffnet. In den 80er Jahren wurde in dem Gebäude eine Asbestbelastung festgestellt und eine aufwändige Asbestsanierung begonnen. Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) beschloss ein "Grundrecht auf Bildung", worauf die Entwicklung zur Massenuniversität begann.

1978 werden die ersten Abschnitte der Silberlaube eröffnet, die seit 1975 erbaut wurde; weitere Abschnitte wurden 1982 bezogen. 1977/78 kam es auch zu Protesten gegen das frisch verabschiedete Hochschulrahmengesetz (HRG).

Freie Universität Berlin - Talare.jpg

Talare (die Farbgebung entspricht der Zuordnung des Ordinarius zur jeweiligen Fakultät)

Das Gelände der Pädagogischen Hochschule (PH) in Berlin-Lankwitz wurde 1980 in die FU Berlin integriert; rund die Hälfte der etwa 5.000 PH-Studenten und der Professoren wechselten an die FU Berlin. Auf dem Gelände werden die Geologie, die Geophysik und die Paläontologie sowie die Kommunikationswissenschaften und die Zentraleinrichtung für audiovisuelle Medien (ZEAM) untergebracht.

Mitte der 80er Jahre erreicht die FU Berlin als Massenuniversität erstmals eine Studentenzahl von über 50.000 (1983: 50.298); nach dem Mauerfall übersteigt diese Zahl 60.000 und erreicht zum Wintersemester 1991/92 mit 62.072 Studenten ihren Höchststand; damit wird die FU (nach der Ludwig-Maximilians-Universität München) die zweitgrößte Universität Deutschlands. Wenige Monate später beschließt der Berliner Senat, die Studienplätze an der FU Berlin bis zum Jahre 2003 um 10.000 zu reduzieren; weitere Kürzungen werden 1996 beschlossen. Die damit verbundenen Auswirkungen auf das Studienabgebot führen zum Wintersemester 1997/98 zu massiven Studentenprotesten gegen die Einsparungen im Bildungsbereich, die sich in Demonstrationen, Streiks und der Besetzung des Präsidialamtes manifestieren; dennoch werden Immatrikulations- und Rückmeldegebühren eingeführt.

Gliederung Bearbeiten

Freie Universität Berlin Wegweisersystem im Winter 01-2005.jpg

Campus-Wegweiser zu den Fachbereichen

Die Freie Universität Berlin gliedert sich in zwölf Fakultäten, an der FU seit 1969 "Fachbereiche" (FB) genannt, sowie in drei Zentralinstitute (ZI) und acht Zentraleinrichtungen (ZE).

Bedingt durch die angespannte Haushaltslage des Landes Berlin beschloss der Senat von Berlin die Umstrukturierung der Hochschulmedizin. Dies führte 2003 zur Fusion der beiden medizinischen Einrichtungen von FU und HU zu einem vereinigten Fachbereich, sie bilden seitdem gemeinsam die Medizinische Fakultät Charité – Universitätsmedizin Berlin.

FachbereicheBearbeiten

  1. FB Biologie, Chemie, Pharmazie
  2. FB Erziehungswissenschaft und Psychologie
  3. FB Geowissenschaften
  4. FB Geschichts- und Kulturwissenschaften (enthält auch: Ostasien und Vorderer Orient, Judaistik, evangelische und katholische Theologie, Religionsgeschichte)
  5. FB Medizinische Fakultät Charité - Universitätsmedizin Berlin und Zentrum für Human- und Gesundheitswissenschaften der Berliner Hochschulmedizin
  6. FB Mathematik und Informatik
  7. FB Philosophie und Geisteswissenschaften (enthält auch: Theaterwissenschaft, Musikwissenschaft)
  8. FB Physik
  9. FB Politik- und Sozialwissenschaften (enthält auch: Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Ethnologie)
  10. FB Rechtswissenschaft
  11. FB Veterinärmedizin
  12. FB Wirtschaftswissenschaft

ZentralinstituteBearbeiten

  1. John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerikastudien
  2. Lateinamerika-Institut
  3. Osteuropa-Institut
Gewaechshaus botanischergarten berlin.JPG

Botanischer Garten Berlin
(Großes Tropenhaus)

ZentraleinrichtungenBearbeiten

Neben den Fachbereichen und Zentralinstituten übernehmen die sog. Zentraleinrichtungen (ZE) weitere wichtige - zumeist interdisziplinäre – Aufgaben: das Hochschulrechenzentrum (Zentraleinrichtung für Datenverarbeitung, "ZEDAT"), ZE Förderung von Frauen- und Geschlechterforschung, ZE Hochschulsport, ZE Sprachenzentrum, ZE Studienberatung und Psychologische Beratung, ZE Universitätsbibliothek, ZE Zentrum Weiterbildung und die ZE Botanischer Garten & Botanisches Museum.

Weitere EinrichtungenBearbeiten

Eine gemeinsame Einrichtung von TU und Freier Universität Berlin ist das Collegium Musicum. Gegenwärtig zählt es etwa 400 Mitglieder, Studenten aller Fachrichtungen, die sich in ihrer Freizeit der Musik widmen. Das Collegium Musicum besteht aus fünf Ensembles: Großer Chor, Kammerchor, Sinfonieorchester, Kleines Sinfonisches Orchester und Bigband. Es finden regelmäßig Veranstaltungen, z.B. Semesterabschlusskonzerte statt.


Campus Bearbeiten

Freie Universität Berlin Luftbildfoto mit markiertem Campus 01-2005.JPG

Luftbild Berlins mit dem gelb umrissenen Campusgelände (Gut erkennbar: Botanischer Garten und Universitätsklinikum)

Freie Universität Berlin - Modell des Universitätsklinikums Benjamin Franklin der Charité in Steglitz.jpg

Universitätsklinikum Benjamin Franklin der Charité (Modell)

LageBearbeiten

Die Freie Universität Berlin liegt im Südwesten Berlins, im Stadtteil Dahlem im Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Der zentrale Campus konzentriert sich zum einen auf das Gelände an der der Garystraße zwischen Clayalle und Thielallee. Hier steht auch der Henry-Ford-Bau und die Universitätsbibliothek. Das zweite große Areal liegt nordöstlich davon in der Nähe des alten Dahlemer Dorfkerns, zwischen Königin-Luise-Straße und Habelschwerdter Allee. Am bekanntesten ist dort sicherlich der Gebäudekomplex der "Rost- und Silberlaube". Bis Mitte 2005 wird hier nach Plänen von Lord Norman Foster die neue Philologische Bibliothek eingebaut.

Etwa 3 km westlich davon, zwischen Hindenburgdamm, Schlosspark Lichterfelde und Teltowkanal gelegen, steht das zur medizinischen Fakultät Charité zählende Universitätsklinikum Benjamin Franklin. Zwei kleinere Nebenstandorte befinden sich in Lankwitz an der Malteserstraße und in Düppel, südlich der Potsdamer Chaussee. Das Gelände in Lankwitz gehörte ursprünglich zur Pädagogischen Hochschule Berlin (PH), die aber 1980 in die FU integriert wurde. Es beherbegt heute die Geowissenschaften und das Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. Der Standort Düppel besteht aus dem Areal des ehemaligen Rittergutes Düppel, hier sind die veterinärmedizinischen Einrichtungen des Tierklinikums angesiedelt.

Eine Besonderheit unter den Hochschuleinrichtungen ist der Botanische Garten Berlin. Er liegt im östlichen Dahlem und nimmt zwischen Königin-Luise-Straße, Unter den Eichen und Altensteinstraße eine Fläche von mehr als 43 Hektar ein. Damit gehört er zu den größten Botanischen Gärten der Welt.

Wissenschaftsstandort vor 1948Bearbeiten

Freie Universität Berlin Otto-Hahn-Bau im Winter 01-2005.jpg

Otto-Hahn-Bau: Institut für Biochemie (ehem. Kaiser-Wilhelm-Institut für Chemie)

Freie Universität Berlin - Otto-Suhr-Institut - Gedenktafel - Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie-menschliche Erblehre und Eugenik.jpg

Gedenktafel zur Erinnerung an die NS-Vergangenheit (am Eingang des Otto-Suhr-Instituts)

Die ursprüngliche Königliche Domäne Dahlem wurde 1901 auf Initiative des Ministerialdirektors im preußischen Kultusministerium Friedrich Althoff aufgelöst. Sein Ziel war auf ihrem Areal "die Begründung einer durch hervorragende Wissenschaftsstätten bestimmten vornehmen Kolonie - ein deutsches Oxford". Er befürchtete, Deutschland könnte den Anschluss an wissenschaftlich aktivere Länder wie Großbritannien, Frankreich und die USA verlieren und plante, Dahlem zu einem international führenden Wissenschaftsstandort auszubauen. Wohnen und wissenschaftliches Arbeiten sollten nach dem Vorbild der britischen Universität verbunden werden.

Zunächst trugen die Ansiedlung wissenschaftlich orientierter Fachbehörden und dann der Neubau zweier Institute der Berliner Universität bei. Bis zur Gründung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (KWG) am 11. Januar 1911 vergingen jedoch noch zehn Jahre. Sie lies etliche repräsentative Gebäude errichten, vor allem um in ihnen naturwissenschaftliche Institute unterzubringen. Dort forschten zwölf Nobelpreisträger und namenhafte Wissenschaftler, unter ihnen Adolf von Harnack, Max Planck, Fritz Haber und Carl Bosch. Die Chemiker Otto Hahn und Fritz Straßmann, sowie die Physikerin Lise Meitner entdeckten hier 1938 die Kernspaltung. Richard Willstätter erforschte die Chlorophyllstruktur und auch der Erfinder der Relativitätstheorie Albert Einstein und sein Freund Max von Laue, der Entdecker der Beugung von Röntgenstrahlen, waren hier tätig.

Die nationalsozialistische Gleichschaltung und die Durchsetzung des Arierparagraphen bedeutete für die KWG den Verlust vieler Mitarbeiter. Zudem erlangten einige der Institute nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten traurige Berühmtheit, wie das "Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik", an dem rassentheoretische Forschung betrieben wurde.

1948 übernahm die FU mehrere Gebäude der Max-Planck-Gesellschaft (MPG), die nach dem Zweiten Weltkrieg aus den Kaiser-Wilhelm-Instituten hervorgegangen war. MPG und FU sehen sich daher auch gemeinsam in der wissenschaftlichen Tradition des Standortes Dahlem.

Universitätscampus nach 1948Bearbeiten

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Henry-Ford-Bau (Südseite)

Ursprünglich orientierte sich die Gestaltung des Kernbereichs der FU am angelsächsischen Typus des Universitätscampus. Dies war in Deutschland eine Neuheit, da bisher die Konzentration auf monumentale Hauptgebäude im Stadtzentrum dominierte. Seinen räumlichen Mittelpunkt erhielt der Campus in den 1950er Jahren mit neu errichteten Gebäudegruppen, eingebettet in mehrere Grünanlagen. Nach Plänen von Gustav Müller und Heinrich Sobotka wurden die Universitätsbibliothek und der Henry-Ford-Bau in zeitgemäß sachlich-elegantem Baustil errichtet. Letzterer beherbergt das Auditorium Maximum, weitere große Hörsäle, Seminarräume und den Sitzungssaal des Akademischen Senats. Daneben wurden auch die benachbarten Gründerzeitvillen, Forschungsgebäude und Institute der ehem. Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft mit einbezogen. Im südlichen Dahlem sind heute u.a. die Wirtschafts-, Sozial- und Rechtswissenschaften angesiedelt, aber auch das Otto-Suhr-Institut für Politische Wissenschaft, das Osteuropa-Institut, die Pharmakologie, Biochemie, Zentrale Universitätsverwaltung und das Präsidialamt. Letztere beiden nutzen das Gebäude der Alliierten Kommandantur als Dienstsitz.

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Silberlaube

Mit dem Ausbau der Hochschule zur Massenuniversität in den 1970er Jahren wuchs auch der Raumbedarf. Der einst klar nach außen abgegrenzte Campus wurde erheblich ausgeweitet und franste aus. Vor allem im nördlicheren Dahlem wurden neue Gebäude auf Obstanbauplantagen, unter ihnen der Gebäudekomplex der sog. "Rost- und Silberlaube", errichtet. Dort befinden sich neben den naturwissenschaftlichen Einrichtungen wie der Chemie, Physik, Biologie, Pharmazie, Mathematik und Informatik auch die Geschichts- und Kulturwissenschaften, die Philologischen Einrichtungen, die Philosophie und Geisteswissenschaften, sowie die Erziehungswissenschaft und die Psychologie.

Obwohl die Einrichtungen der FU Berlin auf etwa 230 Gebäude – häufig ehemalige Privatvillen – verteilt sind, liegen sie dennoch überwiegend in einem relativ engen Radius von ca. 1,5 km verteilt. Seit Anfang der 1990er Jahre findet eine zunehmende Konzentration der wissenschaftlichen Einrichtungen auf FU-eigene Gebäude statt. Mittlerweile wird dadurch auch der Reduzierung der Studienplätze um circa 20.000 Rechnung getragen. Zudem erhofft sich die Universität von dem Verkauf eigener und durch den Verzicht auf angemietete kleinere Villen große Einsparungen durch ein optimiertes Gebäudemanagement. Insgesamt umfasst das Gelände der FU in Dahlem heute ca. 1,85 Mio. m².

Dem Konzept eines Universitätscampus entsprechend, findet man in Dahlem weitere infrastrukturelle Einrichtungen: neben Sportanlagen auch Wohnraum für Studenten, wie etwa das universitätsnah gelegene Studentendorf Schlachtensee. Die FU Berlin gilt als Universität in grüner Lage: Vor allem Villen und Gärten, mehrere Parks, Grünanlagen, sowie die noch verbliebenen Felder und Obstanbauflächen der Domäne Dahlem prägen das Bild des Stadtteils, der im Westen an den Grunewald grenzt. Die Universität ist gut an den Öffentlichen Personennahverkehr angebunden: Neben mehreren Buslinien ist die westliche Berliner Innenstadt mit der U-Bahn-Linie U3, das östliche Zentrum durch die S-Bahn-Linie S1 in einer Fahrzeit von jeweils ca. 15 Minuten erreichbar.

ArchitekturBearbeiten

Viele der repräsentativen Gebäude der KWG stammen von Ernst von Ihne, dem Architekten des Bodemuseums und der Staatsbibliothek Unter den Linden. Sein Münchner Kollege Carl Sattler schuf 1929 ein Vortrags- und Begegnungszentrum und gleichzeitig Gästehaus für Wissenschaftler aus aller Welt, heute als Harnack-Haus bekannt. Neues Bauen bedeutete das am Breitenbachplatz gelegene und im Stile des Bauhaus 1930 errichtete ehemalige Reichsknappschaftshaus. Max Taut und Franz Hoffmann entschieden sich für eine Stahlskelettbauweise und eine mit Keramikplatten verkleidete Fassade, ein zu damaliger Zeit neuartiger Baustil. Heute sind in dem denkmalgeschützten Haus das Lateinamerika-Institut (LAI) und Teile der Verwaltung untergebracht.

Freie Universität Berlin Präsidialgebäude im Winter 01-2005.jpg

Präsidialamt (ehemalige Alliierte Kommandantur)

Das haute als Präsidialamt genutzte Gebäude der Alliierten Kommandantur war nach dem Zweiten Weltkrieg für 45 Jahre die oberste interalliierte Regierungsbehörde für Berlin und verwaltete die vier Sektoren der Stadt unter Aufsicht des Alliierten Kontrollrats. Ursprünglich diente das Haus als Verwaltungsgebäude für den Verband der öffentlichen Feuerversicherungsanstalten und wurde 1929 von Heinrich Straumer, dem Architekten des Berliner Funkturm, erbaut.

Wichtige Architekten waren für die FU tätig: Georges Candillis, Alexis Josic, Shadrach Woods von der Architektengruppe Team 10, aber auch Hinrich Baller, Inken Baller und Norman Foster.

Wissenschaftliches und kulturelles UmfeldBearbeiten

Freie Universität Berlin - Campusgelände - Modell.jpg

Modell des FU-Campus

Obwohl die Hochschule nicht direkt im Stadtzentrum liegt, ist sie mit ihrem Sitz in Dahlem in ein herausragendes wissenschaftliches und kulturelles Umfeld eingebettet. Neben der Freien Universität Berlin haben hier in unmittelbarer Nachbarschaft auch mehrere Max-Planck-Institute (unter anderem Bildungsforschung, Molekulare Genetik, Fritz-Haber-Institut mit anorganischer Chemie, chemischer Physik, Molekülphysik, physikalischer Chemie), das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, das Bundesinstitut für Risikobewertung und das Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik ihr Domizil. Bereits seit 1828 ist die zweitälteste geographische Gesellschaft Europas, die Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin in Steglitz und seit 1832 an der Podbielskiallee das Deutsche Archäologische Institut (DAI) angesiedelt. Außerdem ist Dahlem ein wichtiger Standort der Staatlichen Museen zu Berlin. Neben dem Museum Europäischer Kulturen, den bedeutenden Sammlungen außereuropäischer Kunst und Kultur der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (unter anderem Ethnologischem Museum, Museum für Indische Kunst, Museum für Ostasiatische Kunst), dem Geheimen Preußischen Staatsarchiv und dem Institut für Museumskunde sind dort auch das Brücke-Museum, das Alliiertenmuseum und das Freilichtmuseum Domäne Dahlem beheimatet.


Bibliotheken Bearbeiten

Freie Universität Berlin - Universitätsbibliothek - Magazintürme.jpg

Magazintürme der Universitätsbibliothek (Gebäuderückseite - Harnackstr.)

Freie Universität Berlin - Universitätsbibliothek - Eingang Garystrasse.jpg

Universitätsbibliothek
(Eingang Garystr.)

Medienbestand und BibliothekssystemBearbeiten

Mit einem Medienbestand von rund 8,5 Mio. Bänden, sowie 20.000 laufenden Zeitschriften ist das Bibliothekssystem der Freien Universität Berlin das größte aller deutschen Universitäten. Der Bestand dieses als wissenschaftliche Bibliothek klassifizierten Systems umfasst sämtliche an der Universität vertretenen Disziplinen und verteilt sich auf die Universitätsbibliothek (UB) an der Garystraße, mit der dort angesiedelten Lehrbuchsammlung und dem Lesesaal, sowie auf insgesamt 71 angeschlossene Fachbibliotheken.

Die Institute und Einrichtungen einiger Fachbereiche verfügen jeweils über eine gemeinsame, große Fachbereichsbibliothek, die den Bestand zentral organisiert und vorhält (Wirtschaftswissenschaft; Rechtswissenschaft; Mathematik und Informatik; Chemie, Pharmazie, Biologie; Erziehungswissenschaft und Psychologie; Geowissenschaften; Veterinärmedizin). In anderen Bereichen sind die Bibliotheken dezentral an den dortigen Instituten angesiedelt (Politik- und Sozialwissenschaften; Geschichts- und Kulturwissenschaften; Philosophie und Geisteswissenschaften; Humanmedizin). Mitte 2005 sollen auch die Medienbestände der Sprach- und Literaturwissenschaften in der neuen Philologischen Bibliothek zusammengeführt werden. Das Gebäude von Architekt Lord Norman Foster trägt bereits vor seiner Eröffnung den Beinamen "Brain" (engl.) – wegen seiner charakteristischen rund-gewölbten Form seiner äußeren Hülle, einem Gehirn ähnlich.

BenutzungssituationBearbeiten

Während die Universitätsbibliothek eine Gebrauchsbibliothek ist und ihre Bestände in der Regel ausleiht, gibt es in einigen kleineren Institutsbibliotheken nur Präsenzbestände, die (außer am Wochenende oder in den Ferien) nur vor Ort im Lesesaal nutzbar sind. Gleiches gilt für spezielle Sammlungen, besonders seltene oder wertvolle Exemplare (z.B. Inkunabeln), die ebenfalls nicht entliehen werden. Der Bestand wird im Online-Katalog (OPAC) ab dem Erscheinungsjahr 1989 vollständig nachgewiesen, je nach Bibliotheksstandort in der Regel auch darüber hinaus - noch fehlende ältere Bestände werden fortlaufend elektronisch erfasst und nach und nach ergänzt. Katalogzettel des alten Schlagwortkataloges vor 1989 exsistieren als "Image-Katalog", sie sind durch Scannen und Indizierung der Schlagwörter digitalisiert und über eine OPAC-ähnliche Internetseite auffindbar. Zeitschriften und Zeitungen sind komplett elektronisch in den OPAC eingepflegt.

Dokumentationszentrum und SpezialbibliothekBearbeiten

Die UB hat den Status einer "United Nations Depository Library": Sie dient als Spezialbibliothek und Dokumentationseinrichtung der Vereinten Nationen (UN) und ist an das weltweite Bibliothekssystem der UN unter Führung der Dag Hammarskjöld Library in New York angeschlossen. In dieser Funktion hält sie z.B. alle Veröffentlichungen und Publikationen der UN-Generalversammlung, des UN-Sicherheitsrates, des Internationalen Gerichtshofs und ander UN-Organe vor.

Auch für die Europäische Union (EU) ist die UB "European Documentation Centre", also europäisches Dokumentationszentrum für Publikationen der EU. Veröffentlichungen des Europarates, der WEU und der OSZE ergänzen das Fachangebot. Der EU/UN-Bestand ist in den allgemeinen Bestand der UB integriert und durch deren Kataloge inhaltlich und formal erschlossen.

Von 1965 bis 1994 war die UB der FU als Pflichtexemplarbibliothek des Landes Berlin mit der Archivierung der regionalen Buchproduktion beauftragt. Nach der Wiedervereinigung ging diese Aufgabe an die neu aufgebaute Zentral- und Landesbibliothek Berlin über. Bereits seit 1952 überstellte die Berliner Verleger- und Buchhändlervereinigung auf freiwilliger Basis je ein Exemplar jedes im Westteil der Stadt Berlin verlegten Buches an die Freie Universität.


Forschung Bearbeiten

Die Freie Universität Berlin ist eine der wichtigsten Forschungseinrichtungen Deutschlands und spielt in vielen wissenschaftlichen Bereichen eine bedeutende Rolle. Dies zeigt sich zum einen durch die hohen Drittmittel-Einnahmen, als auch durch die Vielzahl der Sonderforschungsbereiche und anderen bedeutenden Forschungseinrichtungen, sowie durch die große Zahl an wissenschaftlichen Preisträgern.

In den Naturwissenschaften wird in erster Linie Grundlagenforschung betrieben, die einzelnen Gebiete weisen untereinander einen hohen Vernetzungsgrad auf. Bei den Sozial-, Geistes- und Politikwissenschaften liegt ein Schwerpunkt in der wissenschaftlichen Begleitung aktueller gesellschaftlicher, politischer und kultureller Entwicklungen, sowie in der Untersuchung von Transformationsprozessen, von Internationalisierung und Globalisierung, sowie der Umweltpolitik.

Derzeit gibt es acht interdisziplinäre Zentren, an denen fächerübergreifend Forschung zu Themen wie z.B. Lehr- und Lernforschung, Historische Anthropologie, Mittelalter, Kunstwissenschaften und Ästhetik betrieben wird. Gleiches gilt auch für die drei regionalwissenschaftlichen Institute, die sich Osteuropa, Lateinamerika und Nordamerika (John-F.-Kennedy-Institut) widmen. Eine Besonderheit in der deutschen Forschungslandschaft sind auch die vielen sog. "Kleinen Fächer", die einen hohen Spezialisierungsgrad aufweisen (siehe: Studienfächer).

Auf dem Gebiet der Politikwissenschaft zählt das Otto-Suhr-Institut zu den international bedeutendsten Forschungsinstitutionen, es ist zugleich das größte Institut in Europa. Von ähnlicher Stellung ist auch die medizinische Fakultät Charité, ebenso wie die Geowissenschaftler der FU. Letztere fallen vor allem durch ihre Beteiligungen an Weltraummissionen, z.B. zum Mars (Mars Express) und zum Saturn (Cassini-Huygens) auf.

Sonderforschungsbereiche und DFG-ForschungszentrumBearbeiten

An der FU Berlin existieren zwölf Sonderforschungsbereiche (SFB), an weiteren 13 ist die Universität beteiligt. Die SFB sind langfristig (auf die Dauer von bis zu 12 Jahren) angelegte Forschungseinrichtungen, in denen Wissenschaftler im Rahmen eines interdisziplinären Forschungsprogramms zusammenarbeiten. Da die Finanzierung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) erfolgt, wird von ihr zuvor in einem speziellen Verfahren die Förderungswürdigkeit des von der Hochschule beantragten Projekts geprüft, hierbei gelten strenge Kriterien. Die Sonderforschungsbereiche verteilen sich vor allem auf die Gebiete der Medizin und der Naturwissenschaften, aber auch in den Geistes-, Kultur- und Wirtschaftswissenschaften ist die FU aktiv.

Derzeit gibt es in Deutschland fünf DFG-Forschungszentren, von denen eines in Dahlem angesidelt ist: "DFG-Forschungszentrum 8086 - Mathematik für Schlüsseltechnologie". Zu diesem Thema arbeiten Wissenschaftler der FU, HU, TU und des ZIB seit 2002 gemeinsam und forschen an der mathematischen Modellierung, Simulation und Optimierung realer Prozesse. Die DFG-Forschungszentren gelten als strategisches Förderinstrument der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Sie sollen eine Bündelung wissenschaftlicher Kompetenz auf besonders innovativen Forschungsgebieten ermöglichen und in den Hochschulen zeitlich befristete Forschungsschwerpunkte mit internationaler Sichtbarkeit bilden.

Siehe auch: Liste der Sonderforschungsbereiche und interdisziplinären Zentren der Freien Universität Berlin

Graduiertenkollegs und Forschergruppen Bearbeiten

Sieben Graduiertenkollegs sind an der FU Berlin in verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen angesiedelt, vier weitere werden gemeinsam mit der HU Berlin, bzw. der Universität Potsdam durchgeführt, an elf weiteren - auch internationalen - ist die FU ebenfalls beteiligt. Die Graduiertenkollegs der DFG dienen der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses: Doktoranden erhalten die Möglichkeit, ihre Arbeit im Rahmen eines koordinierten, von mehreren Hochschullehrenden getragenen Forschungsprogramms durchzuführen.

Zu den Sonderforschungsbereichen, Graduiertenkollegs und Forschungszentren kommen noch DFG-Forschergruppen hinzu, an der FU vor allem aus dem Bereich der Medizin. Mehrere als herausragend ausgewiesenen Wissenschaftler widmen sich in mittelfristig angelegten Programmen (in der Regel bis zu 6 Jahre) einer besonderen Forschungsaufgabe. Sie arbeiten eng zusammen und haben gemeinsam das Ziel, Ergebnisse zu erreichen, die über die Einzelförderung durch die DFG hinausgehen, aber dennoch unterhalb des organisatorischen Niveaus eines Sonderforschungsbereiches bleiben.

Siehe auch: Liste der Graduiertenkollegs und DFG-Forschergruppen der Freien Universität Berlin

Camille Flammarion - Himmelskunde für das Volk - Die Atmosphäre.jpg

Vorlage für das Logo der Dahlem Konferenzen: Camille Flammarions Holzschnitt "Die Atmosphäre".

Dahlem Konferenzen Bearbeiten

Zweimal jährlich führt die FU Berlin die Dahlem Konferenzen durch. Dabei handelt es sich um einwöchige interdisziplinäre Zusammenkünfte, die in der Wissenschaftsgemeinschaft als international renommierte Einrichtungen gelten. Ihre Teilnehmer sind weltweit anerkannte Wissenschaftler aus unterschiedlichen Ländern, in der Regel führende Vertreter des jeweiligen Faches, häufig auch Nobelpreisträger.

Die Themen müssen von aktuellem internationalem Wissenschaftsinteresse, problemorientiert und für alle beteiligten Fachrichtungen von ausreichender Relevanz sein. Bisher stammten sie überwiegend aus dem Gebiet der Medizin und der Ökologie. Als Ergebnis jeder Veranstaltung erscheint ein englischsprachiger "Dahlem Workshop Report", ein umfangreicher Bericht, in dem die Konferenzergebnisse veröffentlicht werden. In der Wissenschaft gilt diese Publikationsreihe als Zusammenfassung des aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstands zu dem betreffenden Thema, sie zeigt Forschungslücken auf und die Richtung zukünftiger Forschung an. Die Arbeitsweise gleicht weniger einer klassischen Konferenz oder Tagung, sondern ist eher nach dem Prinzip eines Workshops organisiert: In interdisziplinären Arbeitsgruppen wird der gewählte Schwerpunkt aus jeweils unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet und intensiv diskutiert.

1974 wurden die Dahlem Konferenzen gemeinsam von der DFG und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft gegründet. Seit 1990 gehören sie zur Freien Universität Berlin. Als Vorlage für das Logo der Dahlem Konferenzen dient ein spiegelverkehrter Ausschnitt aus dem Holzschnitt "Die Atmosphäre". Das Bild stammt aus dem 1888 erschienenen Werk "L'atmosphère météorologie populaire" des französischen Astronomen Camille Flammarion.

Clusters of Excellence Bearbeiten

Künftig werden an der Freien Universität Berlin 15 "Clusters of Excellence" gebildet - die Hochschulleitung möchte mit der geplanten Strukturmaßnahme die "Leistungsstärke im Bereich der Forschung halten und noch weiter ausbauen". Als Cluster werden die zukünftigen Forschungsschwerpunkte bezeichnet, denen sich die Universität verstärkt widmen möchte. Die sinkenden Staatszuschüsse der letzten Jahre haben dazu geführt, dass sich die FU verstärkt dem Wettbewerb um ihr unverwechselbares Profil in der europäischen Hochschullandschaft stellen muss. Flächendeckende Studien- und Forschungsangebote werden zugunsten leistungsstarker und innovativer Strukturen, den Clusters of Excellence, abgebaut. Die Cluster beschäftigen sich mit ausgesuchten Bereichen, in denen die Universität bereits eine herausragende Stellung einnimmt und von denen die Hochschule annimmt, dass sie für Gesellschaft und Wissenschaft auch zukünftig von zentraler Bedeutung sind. Dabei sollen leistungsstarke und innovative Aspekte der Forschung interdisziplinär gebündelt und als Ziel Antworten auf gesellschaftliche und wissenschaftliche Fragen der Gegenwart und Zukunft gegeben und erstklassige Forschungsergebnisse erzielt werden. Eine weitere Vertiefung der bereits engen Zusammenarbeit der FU-Wissenschaftler mit Wirtschaft, Politik, Medien und mit der Industrie ist angestrebt und soll in internationalen Netzwerken zukunftsweisende Synergieeffekte bringen.

15 Clusters of Excellence:

  • BioCampus Dahlem
  • GeoCampus Lankwitz
  • Molekularstrukturforschung
  • System- und Netzwerkforschung
  • Sicherheit
  • Lebenslauf-, Generationen- und Geschlechterforschung
  • Lehr-/Lernforschung
  • Migrationsforschung
  • Lebensqualität
  • Global Governance
  • Medienforschung
  • Ästhetische Erfahrung
  • Kulturelle Transformationsprozesse
  • Alte Welt und Europäische Kultur
  • Interkulturelle Kompetenz

Leibniz-Preisträger und PreisträgerinnenBearbeiten

Die DFG verleiht einmal pro Jahr den Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis an herausragende Deutsche Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen und würdigt damit ihre Arbeit. Der Preis ist die höchst dotierte wissenschaftliche Auszeichnung der DFG und mit jeweils 1,55 Millionen Euro Preisgeld verbunden, die projektbezogen zu verwenden sind. Bisher gibt es an der Freien Universität Berlin 13 Preisträger.

Förderpreise der UniversitätBearbeiten

Die Universität selbst verleiht auch Förderpreise: Zum einen wird für hervorragende Leistungen zur Frauenförderung seit 1995 der Margherita-von-Brentano-Preis vergeben. Die Auszeichnung ist benannt nach der Philosophin Margeritha von Brentano, die Anfang der siebziger Jahre Erste Vizepräsidentin der Freien Universität Berlin war. Mit 11.000 Euro ist der Preis die höchst dotierte Anerkennung für Frauenförderung in Deutschland, die Vergabe erfolgt durch das Präsidium auf Vorschlag des zentralen Frauenrats der Hochschule. Außerdem wird jährlich am 4. Dezember, dem Gründungstag der FU Berlin, von der Universität der Ernst-Reuter-Preis für vier herausragende Dissertationen des Vorjahres an FU-Angehörige verliehen. Diese Auszeichnung ist mit jeweils 5.000 Euro dotiert und wird seit 1985 von der Ernst-Reuter-Gesellschaft, einem Verein der Förderer, Freunde und Ehemaligen, gesstiftet. Bis zum Jahre 2004 wurden 93 mal verliehen.

Kooperationen und Mitgliedschaften Bearbeiten

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Gastgeschenke von Partneruniversitäten

Auf internationaler Ebene betreibt die Freie Universität Berlin derzeit direkte Kooperationen und Partnerschaften mit 114 Hochschulen auf allen Kontinenten. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche Kooperationsvereinbarungen auf der Ebene der Fachbereiche und Institute, insgesamt sind 365 offizielle internationale Kooperationen zu verzeichnen. Traditionell stark sind die Verbindungen zu Wissenschaftseinrichtungen in den USA: Unter den 32 offiziellen Partnerinnen finden sich renommierte Universitäten, wie etwa die Columbia University, die Princeton University, die Stanford University und die Yale University.

Darüber hinaus erfolgt neben der direkten wissenschaftlichen Zusammenarbeit der Hochschulen auf internationaler Ebene der Austausch von Forschenden und Studenten auch über den Deutschen Akademischen Austauschdienst. Im europäischen Raum kooperiert die Universität beim Studentenaustausch mit dem SOKRATES- und ERASMUS-Programm, an dem sich über 300 Partnerhochschulen beteiligen. Gegenwärtig sind an der Universität 14% der Studenten Ausländer. (2004)

In Deutschland hat die FU Berlin im Februar 2004 gemeinsam mit der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München eine strategische Partnerschaft gegründet. Beide Hochschulen haben eine Vereinbarung zur intensiven Zusammenarbeit in zahlreichen Bereichen der Universitätssteuerung und der akademischen Arbeit in Forschung und Lehre geschlossen. Mit dieser in Deutschland bisher einmaligen Verbindung soll den Wissenschaftsstandorten München und Berlin Rechnung getragen und im internationalen Wettbewerb der Wissenschaftstandort Deutschland an sich gestärkt werden.

In einer Vielzahl von Organisationen und Vereinigungen ist die Freie Universität Berlin Mitglied. Zu den wichtigsten gehören die European University Association (EUA), die Deutsche Hochschulrektorenkonferenz (HRK), der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und das Wissenschaftskolleg zu Berlin.

Studium Bearbeiten

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Studienhandbücher der letzten Jahre

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Henry-Ford-Bau: Eingang zum Auditorium Maximum

In den 80er Jahren ist die Freie Universität zur Massenuniversität ausgebaut worden. Nach dem Fall der Berliner Mauer erreichte die Studentenzahl zum Wintersemester 1991/92 mit 62.072 Studenten Ihren Höchststand, die FU wurde nach der Universität München zweitgrößte deutsche Universität. Inzwischen erfolgte wieder eine massive Reduzierung der Studienplätze, die Zahl der Studenten liegt derzeit bei ca. 39.200 (ohne Charité). Etwa 59% der Studentierenden sind weiblich, etwa 41% männlich, der Anteil ausländischer Studiernder liegt bei 14%. (Stand: Juni 2004)

Der Studienplatzabbau resultiert aus den Veränderungen in der Hochschulpolitik der Berliner Landesregierung. Die FU musste starke Einschnitte in ihrem Finanzhaushalt zu Gunsten der HU hinnehmen, um diese nach der Deutschen Wiedervereinigung neu aufzubauen zu können. Die durch den Berliner Bankenskandal verursachte defizitäre Haushaltslage Berlins führte zu weiteren Kürzungen. Ferner sollte mit einer Reduzierung der Studentenzahl auch der Abbau von negativen Begleiterscheinungen einer Massenuniversität erzielt werden.

StudienfächerBearbeiten

Die FU Berlin versteht sich als traditionelle Volluniversität und deckt mit etwa 148 Studiengängen ein breites Fächerspektrum ab: Analog zu ihren Fachbereichen bietet sie Studiengänge in den Geistes-, Sozial-, Natur-, Wirtschafts-, und Rechtswissenschaften, weitere im Bereich der Human- und der Veterinärmedizin an. Zwar verfügt die FU somit über ein ausdifferenziertes Fächerangbot, Ingenieurwissenschaften können in Berlin jedoch nur an der Technischen Universität und den Fachhochschulen studiert werden.

Ein besonderes Merkmal der FU sind neben den klassischen Disziplinen eine Vielzahl so genannter "kleiner Fächer" mit hohem Spezialisierungsgrad. Dazu zählen beispielsweise die Theater- und die Filmwissenschaft, die Ägyptologie, Judaistik, Ethnologie, Allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaften. Bestimmte Studienfächer wie Veterinärmedizin, Religionswissenschaft, Evangelische und Katholische Theologie, Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, sowie in den Naturwissenschaften Meteorologie und Biochemie existieren in der Region Berlin-Brandenburg nur an der Freien Universität.

Schwerpunkte hat die FU auch in den Regionalwissenschaften. Die drei Zentralinstitute beschäftigen sich interdisziplinär mit Osteuropa, Lateinamerika und Nordamerika (John-F.-Kennedy-Institut). Hinzu kommen noch die Bereiche Süd-, und Ostasien, sowie der Orient. Außerdem gibt es noch Zentren für Frankreichstudien- und Italienstudien. Im Bereich der Sprachwissenschaften dominieren die west- und südeuropäischen Sprachen. Das Otto-Suhr-Institut (OSI) für Politikwissenschaft ist die größte Einrichtung ihrer Art in Europa mit den meisten Lehrstühlen und Studenten. Mehr als ein Drittel der Politik-Absolventen in Deutschland haben ihr Studium am OSI abgeschlossen.

Durch Restrukturierungsmaßnahmen der Berliner Hochschullandschaft mussten seit Ende der 90er Jahre einige Institute geschlossen und Studiengänge eingestellt werden, dazu zählten an der FU die Informationswissenschaft und die Musikwissenschaft. Der Abbau regionaler Parallelangebote führte zur Verlagerung der Bibliothekswissenschaft und Sportwissenschaft von der FU an die HU, im Gegenzug musste diese ihre Veterinärmedizin und die Pharmazie schließen. Medizinische Studiengänge werden an der Charité – Universitätsmedizin Berlin angeboten. Durch Fusion der medizinischen Fachbereiche von FU und HU entstand 2003 die gemeinsame Fakultät beider Universitäten unter dem Namen Charité mit mehreren großen Standorten.

Die juristische Fakultät stellt mit über 3.000 Immatrikulierten die größte Studentengruppe, während den Magister-Studiengang Balkanologie nur ca. 20 Studenten belegen.

StudienabschlüsseBearbeiten

Je nach Studienrichtung ist die Erlangung der akademischen Grade Diplom, Magister, Bachelor, Master und das Staatsexamen möglich. Zudem besitzt die FU das Promotions- und Habilitationsrecht.

Derzeit erfolgt die flächendeckende Einführung von Master- und Bachelorstudiengängen. Während der bis voraussichtlich 2006/2007 dauernden Umstellungsphase können neue und alte Abschlüsse parallel studiert werden. Die letztmalige Bewerbung für alte Studiengänge wie den Magister, ist wahrscheinlich zum Sommersemester 2005 möglich und wird dann auslaufen. Mit der Umstellung nimmt die Universität am Bologna-Prozess teil, der das Hochschulwesen in Europa harmonisieren soll. Die Struktur des Studiums ist modularisiert, ergänzend erfolgt die Leistungsbewertung durch das European Credit Transfer System (ECTS).

Studienanfänger müssen sich für ihr gewünschtes Fach bei der FU direkt, oder in wenigen Fällen über die ZVS, bewerben. In einigen Fächern ist eine Immatrikulation nur zum Winter- oder Sommersemester möglich. Sämtliche Fächer der FU haben eine begrenzte Studienplatzzahl, sie sind zulassungsbeschränkt und unterliegen einem Numerus Clausus (NC).

PrüfungsberatungBearbeiten

1994 wurde die so genannte "obligatorische Prüfungsberatung" eingeführt; seitdem müssen sich Studenten bei Überziehen der Regelstudienzeit im Grund- und Hauptstudium einer Prüfungsberatung unterziehen; gemeinsam mit einem Hochschullehrer wird der Leistungsstand erörtert. Seit 2001 ist mit der Prüfungsberatung auch eine Leistungskontrolle verbunden, die zu einem möglichst zügigen Studienabschluss führen soll: Weisen Studenten keine ausreichenden Studienleistungen nach, werden schriftliche Auflagen erteilt, die es innerhalb von zwei Semestern zu erfüllen gilt. Ansonsten erfolgt die Wiederholung der Prüfungsberatung mit einer zweisemestrigen Nachfrist. Schließen Studenten ihr Studium dann nicht ab, erfolgt automatisch die Zwangsexmatrikulation, gleiches gilt auch bei einem Versäumnis der Beratungen. Diese Maßnahme soll die Quote der Langzeitstudenten senken. Die Studenten sprechen daher auch von "Zwangsberatung".

Studiengebühren und SemesterticketBearbeiten

An der FU Berlin wird ein Semesterbeitrag von derzeit ca. 206 Euro erhoben (für Langzeitstudenten ca. 252 Euro). Dieser setzt sich aus der Immatrikulations-/Rückmeldegebühr, dem Sozialbeitrag für das Studentenwerk Berlin (für Langzeitstudenten erhöht), dem Beitrag zur Studierendenschaft und dem so genannten Semesterticket zusammen. Da die Verhandlungen zwischen dem Allgemeinen Studierendenausschuss und dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg für das Sommersemester 2005 gescheitert sind, wird es erst wieder mit Beginn des Wintersemesters 2005/2006 ein Semesterticket für die FU geben.

Hochschulrankings und Forschungsrankings Bearbeiten

  • Das Hochschulranking der Zeitschrift Stern und des Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) bewertet nicht die Hochschulen als Ganzes, sondern einzelne Fachbereiche und Fächer, die nach bis zu 30 verschiedenen Indikatoren beurteilt werden [1]. Detaillierte Ergebnisse zur FU Berlin, umgebrochen auf Fachbereiche und Studienrichtungen, finden sich unter [2] sowie in englischer Sprache beim DAAD unter [3];
  • Das Humboldt-Ranking 2003 der Alexander von Humboldt-Stiftung ist ein Forschungsranking, das die "Top-Adressen der Forschung" auszeichnet und Attraktivität der deutschen Hochschulen für internationale Spitzenwissenschaftler messen soll. Hier erreicht die Freie Universität Berlin den 12. Platz im Ranking; weiterführende Informationen und Infografiken finden sich unter [4].


Freie Universität Berlin - Ausstellung im Henry-Ford-Bau - Rauminstallation mit Bildern von FU-Persönlichkeiten - Bild 1.jpg

Wissenschaftler, Alumni und Ehrenbürger der FU (Installation im Henry-Ford-Bau)

Mit der FU Berlin verbundene Personen Bearbeiten

Die nationale und internationale Bedeutung der Freien Universität Berlin veranschaulichen zahlreiche nahmenhafte Professoren, Wissenschaftler, bekannte Alumni und weitere berühmte, mit der Hochschule verbundene Personen.

Siehe: Liste der mit der Freien Universität Berlin verbundenen Personen

Sonstiges Bearbeiten

Wasserturm Steglitz.JPG

Wetterstation des Meteorologischen Instituts

Namensvergabe von meteorologischen Druckgebilden Bearbeiten

Die Namen für die Tief- und Hochdruckgebiete die das Wetter in Europa beeinflussen, werden seit 1954 vom Meteorologischen Institut der Freien Universität Berlin vergeben. Die FU ist neben dem Wetterdienst der USA weltweit die einzige Institution, welche die verbindlichen Namen für Druckgebilde vergibt. Seit 1998 erfolgt die Namensvergabe in jährlich wechselndem Turnus: In geraden Jahren erhalten die Tiefdruckgebiete weibliche und die Hochdruckgebiete männliche Vornamen, in ungeraden Jahren ist dies umgekehrt. Das Meteorologische Institut hat Ende 2002 die "Aktion Wetterpate" ins Leben gerufenen. Über das Internet kann man eine Patenschaft für meteorologische Druckgebilde übernehmen. Der Pate kann dann den Namen bestimmen, auf den das Tief oder Hoch von der Universität getauft werden soll und erhält ausführliches Material wie Wetterkarten, Urkunden und die "Lebensgeschichte" des Druckgebildes. Das Geld kommt der studentischen Wetterbeobachtung am Institut auf dem Fichtenberg zu Gute.

Kinderuni Bearbeiten

Die FU veranstaltet jährlich im Sommer die sog. "Kinderuni". Schüler der zweiten bis sechsten Klasse können dabei an speziell für sie konzipierten Veranstaltungen teilnehmen. Dort bringen Hochschullehrende den Kindern in Workshops (sog. "Mit-mach-Kursen") und Vorlesungen vor allem naturwissenschaftliche Themen verständlich näher und beantworten ihre Fragen. Die Universität arbeitet dabei mit den Schulen und der Wirtschaft zusammen.


Siehe auch Bearbeiten

Weblinks Bearbeiten

Literatur Bearbeiten

  • Ahrens, Rotraud; August, Ursula, Meißner, Bettina (u.a.): Villen, Rost- und Silberlauben. Baugeschichtliche Spaziergänge über den Campus der Freien Universität. Berlin 1993. ISBN 3-930208-01-6
  • Heintzen, Markus; Kruschwitz, Lutz: Die Freie Universität Berlin als Stiftungsuniversität. (= Abhandlungen zu Bildungsforschung und Bildungsrecht; ABB 11) Berlin: Verlag Duncker & Humblot 2002. ISBN 3-42810-874-4
  • Lönnendonker, Siegward: Freie Universität Berlin 1948-1988. Eine deutsche Hochschule im Zeitgeschehen. Berlin: Wissenschaftlicher Verlag Spiess 1988. ISBN 3-89166-921-6
  • Lönnendonker, Siegward: Freie Universität Berlin - Gründung einer politischen Universität. Berlin: Verlag Duncker & Humblot 1988. ISBN 3-42806-490-9
  • Meichsner, Dieter: Die Studenten von Berlin. Frankfurt am Main: Schöffling-Verlag 2003. ISBN 3-89561-146-8
  • Prell, Uwe; Wilker, Lothar: Die Freie Universität Berlin 1948 - 1968 - 1988: Ansichten und Einsichten. Berlin: BWV - Berliner Wissenschafts-Verlag 1988. ISBN 3-870613-53-X
  • Schlicht, Uwe: Freie Universität Berlin. Berlin: Nicolaische Verlagsbuchhandlung 1998. ISBN 3-87584-719-9
  • Präsidium der Freien Universität Berlin (Hrsg.): Zukunft von Anfang an. Eine Ausstellung zur Geschichte und zum Profil der Freien Universität Berlin. Begleitband. Berlin: dahlem university press 2004. ISBN 3-934504-15-9
  • Tent, James F. : Freie Universität Berlin 1948-1988. Eine deutsche Hochschule im Zeitgeschehen. Berlin: Colloquium Verlag. Berlin 1988. ISBN 3-7678-0744-0
Wikipedia
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