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Klaus Wowereit

Klaus Wowereit

Klaus Wowereit (* 1. Oktober 1953 in Berlin) ist ein deutscher Politiker (SPD) und seit 2001 Regierender Bürgermeister von Berlin.

Ausbildung und BerufBearbeiten

Nach dem Abitur 1973 an der Ulrich von Hutten-Oberschule in Berlin begann Wowereit ein Studium der Rechtswissenschaft an der Freien Universität Berlin, welches er mit dem ersten und 1981 mit dem zweiten juristischen Staatsexamen abschloss. Danach war er bis 1984 Regierungsrat zur Anstellung beim Senator für Inneres in Berlin.

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Klaus Wowereit (rechts) auf dem Berliner Christopher Street Day 2001

FamilieBearbeiten

Große Bekanntheit erlangte Klaus Wowereit durch sein öffentliches Coming Out als Homosexueller vor seiner Nominierung für die Berliner Neuwahlen zum Abgeordnetenhaus 2001. Sein Bekenntnis Ich bin schwul und das ist auch gut so! wurde zu einem bekannten Schlagwort, das nicht nur in internationalen schwul-lesbischen Medien Thema war, sondern durch jeweilige Abwandlung des ersten Teils mittlerweile in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen ist. Er lebt seit vielen Jahren mit seinem Lebensgefährten Jörn Kubicki zusammen.

ParteiBearbeiten

Wowereit ist stellvertretender Kreisvorsitzender der SPD in Berlin-Tempelhof und Mitglied im Berliner SPD-Landesvorstand.

AbgeordneterBearbeiten

Von 1979 bis 1984 war er Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung von Berlin-Tempelhof und war hier von 1981 bis 1984 Vorsitzender der SPD-Fraktion.

Seit 1995 ist er Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin. Hier war er von 1995 bis 1999 stellvertretender Vorsitzender und von 1999 bis 2001 Vorsitzender der SPD-Fraktion.

Öffentliche ÄmterBearbeiten

Von 1984 bis 1995 war er Bezirksstadtrat für Volksbildung und Kultur in Berlin-Tempelhof. Dieses Amt legte er 1995 nach seiner Wahl in das Abgeordnetenhaus von Berlin nieder. Dort wurde er sogleich stellvertretender Vorsitzender und ab 1999 Vorsitzender der SPD-Fraktion.

Nachdem die SPD die Große Koalition in der Folge des Berliner Bankenskandals aufkündigte wurde Wowereit am 16. Juni 2001 mit den Stimmen der SPD, der PDS und der Grünen als Nachfolger von Eberhard Diepgen zum Regierenden Bürgermeister von Berlin gewählt. Er bildete bis zu den vorgezogenen Neuwahlen einen Senat aus SPD und Grünen, der von der PDS toleriert wurde.

Bei den vorgezogenen Neuwahlen am 21. Oktober 2001 wurde die Berliner SPD erstmals seit 30 Jahren stärkste Kraft, während die CDU unter Spitzenkandidat Frank Steffel erdrutschartige Verluste hinnehmen musste. Seit Januar 2002 leitet er als Regierender Bürgermeister einen von den Koalitionsparteien SPD und PDS getragenen Senat.

Vom 1. November 2001 bis zum 31. Oktober 2002 war er Bundesratspräsident. In seine Amtszeit fiel die umstrittene Entscheidung zum Zuwanderungsgesetz, welche für erhebliche Kontroversen sorgte. Das Bundesverfassungsgericht stellte einen Verfahrensfehler Wowereits fest und erklärte deswegen das Gesetz für nichtig. Der damalige Bundespräsidenten Johannes Rau übte eine ungewöhnlich scharfe Parteienschelte wegen des parteitaktischen Verhaltens der SPD-Vertreter und der - wie der saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU) öffentlich zugegeben hatte - inszenierten Reaktion ("Theater") der CDU-Vertreter im Bundesrat.

Klaus Wowereit ist der breiten bundesrepublikanischen Öffentlichkeit auch deshalb bekannt geworden, weil er, vor allem zu Beginn seiner Amtszeit, für einen Politiker außergewöhnlich oft in der Öffentlickeit, bei Veranstaltungen wie Eröffnungen oder Bällen und im Fernsehen auftrat, zum Beispiel „Wetten dass...?”

Weblinks Bearbeiten

Wikipedia lexikon3e
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